#PRAXENLAND
Willkommen im Praxenland
Im Praxenland sind Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten da. Das soll so bleiben – und dafür müssen die Praxen gestärkt werden.
Im Praxenland sind Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten da. Das soll so bleiben – und dafür müssen die Praxen gestärkt werden.
Wenn jemand krank ist, ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe braucht – dann ist eine Praxis wahrscheinlich die erste Anlaufstelle. Denn die Praxen stemmen einen Großteil der medizinischen Versorgung. Patientinnen und Patienten sind es gewohnt, „ihre“ Praxis zu haben, einen Ort, wo man sich kennt, wo man einander vertraut.
In den letzten Jahren hat sich die Situation der Praxen verschärft. Die Rahmenbedingungen, die die Politik vorgibt, wurden immer schwieriger, während der wirtschaftliche Druck steigt. Mit den Milliardenkürzungen bei den Praxen wird die Lage 2027 noch dramatischer. Je nach Fachrichtung werden dann zum Beispiel nur noch neun von zehn Behandlungsfällen bezahlt, insgesamt bricht die Finanzierung für 46 Millionen Fälle pro Jahr komplett weg. So können die Praxen nicht mehr dasselbe leisten wie bisher. Sie müssen ihr Angebot an die sinkenden Einnahmen anpassen, beim Personal sparen, Termine streichen und Sprechstunden verkürzen. Nicht weil sie es wollen – sondern weil es wirtschaftlich nicht anders funktioniert. Das geht zulasten der Patientinnen und Patienten, die in Zukunft mit längeren Wartezeiten rechnen müssen.
Haus-, Facharzt- und Psychotherapeutenpraxen stellen die ambulante Patientenversorgung sicher.
aller Behandlungsfälle werden in Praxen versorgt, nur 3 % in Krankenhäusern.
Finanzierung wird den Praxen ab 2027 gestrichen.
Behandlungsfälle sind durch diese Kürzungen nicht mehr finanziert. Das ist jeder 12. Fall.
Hausarztsitze sind schon heute nicht besetzt.
Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wollen auch in Zukunft für ihre Patientinnen und Patienten da sein. Doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen – die Politik muss handeln, damit das Praxenland Deutschland wieder eine Perspektive bekommt.
Ausufernde Bürokratie kostet im Alltag viel Zeit. Zum Beispiel sinnlose Nachweispflichten oder doppelte Dokumentationen, die von der eigentlichen Aufgabe abhalten: da zu sein für Patientinnen und Patienten. Staatliche Überregulierung schränkt zudem die Möglichkeiten ein, den Beruf frei auszuüben. Die hohen Auflagen, die mit der Selbständigkeit verbunden sind, schrecken auch den medizinischen Nachwuchs ab.
Beim Einsatz von Digitalisierung im Gesundheitssystem liegen die Praxen vorn. Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), eRezept oder eArztbrief sind mittlerweile Standard, 99,5 % der Dokumente in den elektronischen Patientenakten stammen aus dem ambulanten Bereich. Doch zu oft sind bestehende Strukturen dysfunktional, die technische Infrastruktur instabil oder es hapert an der Vernetzung, zum Beispiel mit Krankenhäusern.
Um die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren, wurde insbesondere bei den Praxen gekürzt. Die Ausgaben für die Patientenversorgung sind nun strikt gedeckelt. Manche Praxisleistungen bezahlen die Krankenkassen nur bis zu einer starren Obergrenze voll, andere gar nicht. Es fehlt die faire Vergütung aller Leistungen, die für Patientinnen und Patienten erbracht werden. Stattdessen hat die Politik Kürzungen beschlossen – trotz wachsender Bedarfe.
Wir haben die Ärztinnen und Ärzte aus unserer Kampagne nach ihren Erfahrungen gefragt: Wie erleben sie ihren Alltag im Praxenland? Was macht ihre Arbeit – trotz aller Widrigkeiten – so besonders? Im Interview: Dr. Jona Ober, Allgemeinmedizinerin, Dr, Djawid Hashemi, Kadiologe, Dr. Charlotte Block, Augenärztin, Dr. Marcus Ober, Allgemeinmediziner, Dr. Julia Borkenhagen, Augenärztin.
Deutschland ist Praxenland – und muss es bleiben. Darauf macht diese Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aufmerksam. Sie erzählt vom Wert der ambulanten Versorgung durch Haus-, Facharzt- und Psychotherapeutenpraxen, wie sie prägend für das deutsche Gesundheitssystem sind. Und zeigt, wie wichtig es ist, diese Praxen zu stärken.
Eine Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
© KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung