#PRAXENLAND

Willkommen im Praxenland

Im Praxenland sind Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten jeden Tag für ihre Patientinnen und Patienten da. Das soll so bleiben – und dafür müssen die Praxen gestärkt werden.

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Aktuelles

Gleich tut's weh

In den vergangenen Jahren hat sich die Situation der Arzt- und Psychotherapiepraxen in Deutschland verschärft. Der wirtschaftliche Druck ist gestiegen und politische Neuregelungen haben die Rahmenbedingungen immer weiter erschwert. Zuletzt hat der Bundestag mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz weitreichende Milliardenkürzungen bei der Patientenversorgung beschlossen. Die Lage spitzt sich dadurch dramatisch zu. Bestimmte Leistungen werden jetzt spürbar schlechter vergütet, Zuschläge vollständig gestrichen. Über alle Fachrichtungen hinweg wird jeder zwölfte Behandlungsfall einfach nicht mehr bezahlt. Insgesamt bricht die Finanzierung für 46 Millionen Fälle pro Jahr komplett weg.

Wer bei den Praxen kürzt, trifft Patienten

Während es bei den Einnahmen also erhebliche Einbußen gibt, bleiben die Ausgaben für Personal, für Miete, IT oder Energie stabil oder steigen sogar. Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben sich lange und laut gegen diese Einschnitte gewehrt, doch jetzt geht es nicht anders: Sie können nicht mehr dasselbe leisten wie bisher. Die Praxen müssen ihr Angebot an die sinkende Vergütung anpassen, beim Personal sparen, Termine streichen, Sprechstunden verkürzen und Vorsorgeangebote reduzieren. Nicht weil sie es wollen – sondern weil es wirtschaftlich nicht anders funktioniert. Das tut den Ärztinnen und Ärzten weh, die ihren Job nicht mehr so ausüben können, wie sie es sich wünschen. Vor allem aber trifft es Patientinnen und Patienten, die mit längeren Wartezeiten rechnen müssen und die Kürzungen bei der Versorgung so als erste spüren.

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KBVDie Kassenärztliche Bundesvereinigung vertritt die Interessen der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und setzt sich dafür ein, die Patientenversorgung nicht zu gefährden.Zur KBV

Das Praxenland gerät zunehmend unter Druck

100.000

Haus-, Facharzt- und Psychotherapeutenpraxen stellen die ambulante Patientenversorgung sicher.

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KBVZahlen und FaktenQuelle öffnen
97 %

aller Behandlungsfälle werden in Praxen versorgt, nur 3 % in Krankenhäusern.

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KBVFaktenblatt ambulante VersorgungQuelle öffnen
3 Mrd. €

Finanzierung wird den Praxen ab 2027 gestrichen.

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ZiGrafik des Monats, April 2026Quelle öffnen
46 Mio.

Behandlungsfälle sind durch diese Kürzungen nicht mehr finanziert. Das ist jeder 12. Fall.

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KBVSpargesetz: Einnahmenorientiertes LeistungsangebotQuelle öffnen
5.000

Hausarztsitze sind schon heute nicht besetzt.

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Bertelsmann StiftungTeamarbeit in der ArztpraxisQuelle öffnen

Damit Praxenland eine Zukunft hat

Ärztinnen und Ärzte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten wollen auch in Zukunft für ihre Patientinnen und Patienten da sein. Doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen – die Politik muss handeln, damit das Praxenland Deutschland wieder eine Perspektive bekommt.

Weniger Bürokratie

Ausufernde Bürokratie kostet im Alltag viel Zeit. Zum Beispiel sinnlose Nachweispflichten oder doppelte Dokumentationen, die von der eigentlichen Aufgabe abhalten: da zu sein für Patientinnen und Patienten. Staatliche Überregulierung schränkt zudem die Möglichkeiten ein, den Beruf frei auszuüben. Die hohen Auflagen, die mit der Selbständigkeit verbunden sind, schrecken auch den medizinischen Nachwuchs ab.

Funktionierende Digitalisierung

Beim Einsatz von Digitalisierung im Gesundheitssystem liegen die Praxen vorn. Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), eRezept oder eArztbrief sind mittlerweile Standard, 99,5 % der Dokumente in den elektronischen Patientenakten stammen aus dem ambulanten Bereich. Doch zu oft sind bestehende Strukturen dysfunktional, die technische Infrastruktur instabil oder es hapert an der Vernetzung, zum Beispiel mit Krankenhäusern.

Faire Finanzierung

Um die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren, wurde insbesondere bei den Praxen gekürzt. Die Ausgaben für die Patientenversorgung sind nun strikt gedeckelt. Manche Praxisleistungen bezahlen die Krankenkassen nur bis zu einer starren Obergrenze voll, andere gar nicht. Es fehlt die faire Vergütung aller Leistungen, die für Patientinnen und Patienten erbracht werden. Stattdessen hat die Politik Kürzungen beschlossen – trotz wachsender Bedarfe.

Stimmen aus dem Praxenland

Wir haben die Ärztinnen und Ärzte aus unserer Kampagne nach ihren Erfahrungen gefragt: Wie erleben sie ihren Alltag im Praxenland? Was macht ihre Arbeit – trotz aller Widrigkeiten – so besonders? Im Interview: Dr. Jona Ober, Allgemeinmedizinerin, Dr, Djawid Hashemi, Kadiologe, Dr. Charlotte Block, Augenärztin, Dr. Marcus Ober, Allgemeinmediziner, Dr. Julia Borkenhagen, Augenärztin.  

Dr. Jona Ober
Dr. Djawid Hashemi
Dr. Charlotte Block
Dr. Marcus Ober
Dr. Julia Borkenhagen

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Dokuserie: Ärzte am Limit

Im Sprechzimmer: Der Podcast aus dem Praxenland

Kampagnenvideo: Willkommen im Praxenland

Über die Kampagne

Deutschland ist Praxenland – und muss es bleiben. Darauf macht diese Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aufmerksam. Sie erzählt vom Wert der ambulanten Versorgung durch Haus-, Facharzt- und Psychotherapeutenpraxen, wie sie prägend für das deutsche Gesundheitssystem sind. Und zeigt, wie wichtig es ist, diese Praxen zu stärken.

Praxenland

Eine Kampagne der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)

© KBV – Kassenärztliche Bundesvereinigung